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Enttäuschende Hektarerträge und stark streuende Qualitäten kennzeichnen erste Partien der Roggenernte 2007. Zu niedrige Fallzahlen könnten in diesem Jahr ein Problem werden, zeigt eine Umfrage der Korrespondenten der Agrarzeitung Ernährungsdienst in der heutigen Ausgabe. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt waren bis zum Wochenende 20 Prozent, in Brandenburg gut 25 Prozent der Fläche geborgen. Gut ein Viertel der bisher angelieferten Partien weisen sehr enttäuschende Fallzahlen von unter 120 Sek. auf. Auch die Erträge bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Im Nordwesten, Westfalen und Nordhessen hat die Roggenernte gerade erst eingesetzt, erste Trends weisen auf sehr streuende Qualitäten und teilweise auf Schmachtkorn bei niedrigeren Erträgen hin. Im Rheinland sind bereits 30 Prozent der Roggenflächen abgeerntet. Die Erträge liegen dort teilweise über denen von Weizen. Am Oberrhein zeigen die bisher geernteten Roggenpartien sehr durchwachsene Qualitäten. "Roggen könnte unser Problemkind werden", heißt es bei den bayerischen Erzeugern und Verarbeitern. In den bereits geernteten Gebieten der Oberpfalz entsprechen rund 50 Prozent nicht den Anforderungen der Müllerei. Etwas besser sollen die Verhältnisse in Oberbayern sein. (ED)
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