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Die diesjährige Rekordernte an Roggen von schätzungsweise 5,16 Mio.t wird sich schwer vermarkten lassen. Größere Mengen dürften in die Intervention fließen und damit die Bestände im Wirtschaftsjahr 2001/02 auf mehr als 5 Mio.t ansteigen, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. In Deutschland wurden in diesem Jahr rund 1 Mio.t Roggen mehr als im relativ schlechten Erntejahr 2000 gedroschen. Doch auch eine Ernte von um die 4 Mio.t überfordert die Vermarktungsmöglichkeiten in Deutschland. Jährlich werden rund 0,95 Mio.t Roggen für die menschliche Ernährung benötigt. Der Einsatz in der Fütterung lag 2000/01 bei rund 1,26 Mio.t und dürfte sich 2001/02 angesichts eines reichlichen Futtergetreideangebotes kaum steigern lassen. Ebenfalls nicht wesentlich zu steigern sein dürften die Lieferungen aus dem Markt in EU- und Drittländer, die 2000/01 bei 1,20 Mio.t lagen. Damit sind höhere Interventionsbestände programmiert. Damit steigt aber auch der politische Druck auf die Roggenintervention, die im Rahmen der Halbzeitbewertung der Agenda 2000 zur Überprüfung ansteht. (UB)
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