Roggenverträge mit flexiblem Preis


Die Verbio AG, Leipzig, bietet für Roggen zur Ethanolherstellung zweijährige Verträge mit gestaffeltem Auszahlungspreis an. Erzeuger in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen können Ethanolroggen für die beiden Erntejahre 2010 und 2011 vertraglich binden. Zu einem Grundpreis von 85 €/t ex Ernte frachtfrei Erfassungslager für die Standardqualität kommen oberhalb eines Stärkegehaltes von 55 Prozent Zuschläge von 1,50 €/t je Prozentpunkt Stärke. Lagern die Erzeuger selbst ein, erhalten sie ein monatliches Lagergeld.

Der Ethanolpreis wird fob Rotterdam ermittelt. Die Erzeuger erhalten für die Ernte 2010 einen Zuschlag, wenn zwischen Juli 2010 und April 2011 der durchschnittliche Ethanolpreis 455 €/m³ fob Rotterdam überschreitet. Dieser Preisbestandteil kann durchaus attraktiv sein, wie die aktuelle Notierung von 570 €/m³ zeigt. Bei einem solchen Preisniveau käme es zu einem Aufschlag auf den Roggenpreis von 20,70 €/t. Das ergäbe einen Roggenpreis von insgesamt 105,70 €/t.

Genauso kann der Ethanolpreis aber auch in den Keller gehen. Im Jahr 2009 notierte Rotterdam von März bis Juni unter der Marke von 455 €/m³. Um das Risiko zu begrenzen, empfehlen Landesbauernverbände und die Märka GmbH, Zörbig, als Erfassungshandel den Erzeugern, einen Teil der Roggenernte über den Rahmenvertrag abzusichern. (db)
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