Kraichgau Raiffeisen Zentrum eG

Roherträge verbessert

Die Kraichgau Raiffeisen Zentrum eG verliert 2016 bei ihrem Umsatz 9,5 Prozent auf 154,80 Mio. €. Der Warenrohertrag wurde um gut zwölf Prozent auf 18,5 Mio. € verbessert. „Niedrigere Kosten und spürbar verbesserte Roherträge kennzeichnen das Jahr der Kraichgauer Genossenschaft“, kommentierte Jürgen Freudenberger, geschäftsführender Vorstand des Unternehmens das Ergebnis gestern Abend auf der Mitgliederversammlung. Die Liquiditätslage beschreibt er als geordnet mit einer jederzeit gegebenen Zahlungsfähigkeit.

Die mengenmäßigen Futterumsätze hält das Unternehmen auf einem stabilen Niveau von 48 600 t. Die Eigenproduktion ist um 2,2 Prozent auf gut 32 000 t gestiegen. Damit sieht er das Geschäftsmodell Eigenproduktion auf der Basis GVO-freier Rohstoffe und dem Einsatz heimischen Eiweißes als erfolgreich an. Der Umsatz an Dünger konnte um gut sieben Prozent auf 32 400 t gesteigert werden. Beim Pflanzenschutz mussten Einbußen von 4,7 Prozent auf 5,4 Mio. € hingenommen werden. Die Zeiten der Umsatzzuwächse sind laut Freudenberger vorbei. Die Umsätze in diesem Bereich stagnierten.

Im Bereich Vermarktung musste mit einem Minus von knapp zehn Prozent ebenfalls ein mengenmäßiger Rückgang auf 192 000 t landwirtschaftlicher Erzeugnisse - Getreide und Ölsaaten- hingenommen werden. Die Landtechnik war ebenfalls mit knapp 12 Prozent weniger Umsatz dabei und lag bei 15 Mio. €. Auch der Umsatz bei der Energie lag im Vergleich zum Vorjahr mit 28 Mio. € um neun Prozent niedriger. Die Raiffeisenmärkte hielten mit leichten Abschlägen ihr Niveau des Vorjahres von gut 14 Mio. €. Der Agrarbereich der Genossenschaft hält 70 Prozent des Umsatzes.

Die Unternehmensgruppe mit drei Tochterunternehmen ermöglicht laut Freudenberger eine Dividendenzahlung von drei Prozent sowie die Bildung von Rücklagen. Für 2018 werde sich das Unternehmen allerdings mit Investitionen zurückhalten. (dg)
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