Rohstoffhandel soll unter Kontrolle

Die Spekulation mit Metall, Öl und Agrarrohstoffen soll strengeren Regeln unterliegen. Darauf haben sich das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten verständigt. Umsätze mit Derivaten, die als "Kurswetten" gelten, müssen zukünftig an ein zentrales Register gemeldet werden. Die Daten sollen veröffentlicht werden, um die Transparenz auf den undurchsichtigen Märkten zu erhöhen. Schärfer sind die neuen Auflagen an die außerbörslich gehandelten Derivate (OTC). Außerbörsliche Termingeschäfte dürfen nur noch über eine zentrale Verrechnungsstelle abgewickelt werden. Über solche Clearinghäuser sollen Ausfälle bei den riskanten Geschäftspraktiken abgefangen werden.

Das Europäische Parlament hat durchgesetzt, dass die Europäische Wertpapieraufsichtsbehörde (ESMA) in die Zulassung der Clearingstellen eingebunden wird. Die EU-Mitgliedstaaten hatten rein nationale Lösungen bevorzugt. Inwieweit der Agrarhandel von den neuen Regulierungen betroffen sein wird, lässt sich noch nicht absehen, verlautete aus dem Bundesagrarministerium BMELV. (Mö)
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