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Die Versorgung der Mischfutterwerke und Mühlen mit Futtermitteln oder Getreide ist im Norden, Westen und Osten trotz der Behinderungen auf allen Wasserstraßen noch gesichert. Ab heute, 16:00 Uhr, wird allerdings der Mittellandkanal in der Höhe von Wolfsburg bis nach Magdeburg-Rotensee gesperrt und die Umschlagplätze Bülstringen und Vahldorf lassen sich per Schiff nicht mehr erreichen. Futtermitteltransporte zu den ostdeutschen Lagerplätzen müssen auf Lkw umdisponiert werden und verteuern sich. Der gesamte Osten, die Havel-Kanäle und der Berliner Raum bleiben für die Schifffahrt gesperrt. Hamburg lässt sich nach der Sperre der Elbe und des Elbe-Seitenkanals nur noch über den Seeweg erreichen, für den Export zeichnen sich aber keine Probleme ab.

Im Westen ist der Küstenkanal weiter frei. Der Dortmund-Ems-Kanal ist auf einer Teilstrecke von 30 km ab Bergeshövede nach Norden gesperrt, über den Rhein jedoch befahrbar. Das angekündigte Tauwetter lässt nach Aussagen der Wasser- und Schifffahrtsdirektionen keine Verschärfung der Situation erwarten. Auch im Süden sind die Wasserstraßen auf Grund von Eisgang gar nicht oder nur schwer befahrbar. Mosel und Main sind gesperrt, der Main-Donau-Kanal streckenweise. Der Neckar ist noch frei, allerdings ist die Schleuse Feudenheim nicht befahrbar. Der Transport von Getreide und Futtermittel ist auf Straße und Schiene verlegt. Aufgelder in unterschiedlicher Höhe werden erhoben. (St/dg)

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