Roullier kauft Düngersparte von Donau Chemie

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Die Holding der französischen Gruppe Roullier, St. Malo, übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörde die Düngemittelsparte der österreichische Donau Chemie AG, Wien. Damit sei die Zukunft für den Produktionsstandort Pischelsdorf in Niederösterreich nach Angaben von Donau Chemie gesichert. Im Werk werden jährlich 300.000 t Ware an Einzel- und Mehrnährstoffdüngern für die Landwirtschaft, Biolandbau, Hobby- und Gartenbau hergestellt. Wichtige Abnehmer sind Österreich, Deutschland, Italien, Ungarn und andere. Roullier übernimmt auch die Forschungsstation in Pischelsdorf. Die Donau Chemie-Gruppe beschäftigt 650 Personen, hauptsächlich in Mittel- und Zentraleuropa und setzte 2003/04 mit den vier Geschäftssparten Chemie, Donauchem, Donaucarbon und Düngemitteln 165 Mio. € um.

Die Unternehmensgruppe Roullier ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Versorgung der Landwirtschaft und auch auf dem Nahrungsmittelsektor tätig. Die Gruppe beschäftigt 5.000 Mitarbeitern und setzt mehr als 1 Mrd. € in 30 Ländern um. Der Konzern stützt sich auf die drei Sparten Bedarf für die Landwirtschaft, Agrarchemie und Lebensmittelindustrie, die weltweit mit ihren Marken vertreten sind. Düngemittel werden in Frankreich, Italien und Brasilien hergestellt. Der größte Umsatzanteil entfällt auf Dünger-Spezialformulierungen. Für den Vertrieb von Düngemitteln ist die 100-prozentige Roullier-Tochtergesellschaft Timac zuständig. In Deutschland ist die Timac GmbH in Sankt Augustin vertreten. (da)

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