Die Aussaat der Zuckerrüben neigt sich in Deutschland dem Ende zu. Mäuse und Frost bereiten bislang wenig Probleme. In den zurückliegenden Apriltagen hat sich die anfangs recht zügige Rübensaat niederschlagsbedingt deutlich verlangsamt. Während in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Ost-Niedersachsen noch etwa 10 Prozent der Rüben gesät werden müssen, stellt sich im restlichen Teil Niedersachsens, in Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen die Einsaat der wenigen noch freien Flächen als äußerst zäh dar, berichtet der Landwirtschaftliche Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ), Elsdorf. Mit durchschnittlich 95 Prozent gesäter Fläche liege die Rübensaat 2012 aber immer noch gleichauf mit dem Vorjahr.

Trotz des Frostes mit bis zu minus 7 Grad Celsius an den Ostertagen hätten die Pflanzen bisher offensichtlich nur wenig Schaden davongetragen. Entweder waren bei den früh gesäten Rüben die Keimblätter vollständig entfaltet und somit bereits widerstandsfähiger oder die Keimlinge waren noch nicht aufgelaufen, so LIZ. Die vor dem Frost gefallenen Niederschläge verdichteten den offenen Boden in den oberen Zentimetern dabei in einem Maß, dass das Eindringen des Frostes erschwert worden sei. Gleichzeitig wurde dadurch den Angaben zufolge auch das Aufspüren der Pillen für die Mäuse erschwert und die Rüben wuchsen durch die angeregte Keimung schneller aus dem durch Mäuse gefährdeten Stadium heraus. (az)
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