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Die Zuckerrübenpflanzen entwickeln sich derzeit bundesweit sehr unterschiedlich. Der Anteil von ertragsmindernden Spätkeimern reicht je nach Region von 5 bis 20 Prozent. Nach den Regenfällen in den vergangenen Wochen sind die trocken liegenden Rübensamen, die so genannten Spätkeimer, im Westen Deutschlands inzwischen aufgelaufen. Schätzungen zufolge weisen im Rheinland und in Westfalen rund 30 Prozent der Flächen Fehlstellen auf, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer aktuellen Ausgabe. Der Anteil an Spätkeimern ist aber regional unterschiedlich: Für die Zuckerfabrik Jülich wird er auf 5 bis 10 Prozent, für Appeldorn und Euskirchen auf 30 bis 40 Prozent und in Westfalen auf 5 Prozent geschätzt. Berater gehen davon aus, dass auf diesen Flächen noch 50 bis 60 Prozent der Rüben aufgelaufen sind. In Anklam und in Bayern sind die Witterungsbedingungen für den Aufwuchs der Zuckerrüben günstig. In Norddeutschland stehen sowohl weit entwickelte Pflanzen mit Laubblättern als auch noch junge Keimlinge. "Verglichen mit den Trockenschäden in Getreide sind die Zuckerrüben mit einem blauen Auge davongekommen", beschreiben Berater in Sachsen und Sachsen-Anhalt die Situation. In Baden-Württemberg zeigen sich vor allem an Pflanzen, die erst jetzt mit vier Wochen Verspätung keimen, Anzeichen von Wurzelbrand. (da/St)
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