Das Auslaufen der Zuckerquote zum 30. September 2017 wird die rund 7.800 Rübenanbauer im Bereich des Dachverbandes Norddeutscher Zuckerrübenanbauer e.V. (DNZ) und ihre Berufskollegen in Europa vor neue Herausforderungen stellen. Dennoch machte der DNZ-Vorsitzende Helmut Bleckwenn während des Verbandstages am gestrigen Dienstag den Teilnehmern Mut. „Unsere Chancen im Vergleich zu anderen Ländern und Regionen sind gar nicht so schlecht", sagte er. Auch künftig sei es das Ziel der norddeutschen Rübenanbauer, im Geschäft bleiben zu wollen.

Richtung Politik forderte Bleckwenn aber auch, dass die EU den europäischen Zuckermarkt nicht durch weitere Zugeständnisse für zollfreie Zuckerimporte aushöhlen dürfe. Ferner erteilte er den Tendenzen zur Renationalisierung der EU-Agrarpolitik eine klare Absage. Einige Mitgliedstaaten hätten in Brüssel neue Anträge für an den Rübenanbau gekoppelte Direktzahlungen gestellt. Derartige Beihilfen seien in Deutschland seit langem nicht mehr zulässig und würden den Wettbewerb unnötig verzerren. (da)
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