Startschuss

Rübenkampagne im Rheinland beginnt

Gestern öffnete die Zuckerfabrik Appeldorn als erste der rheinischen Zuckerfabriken ihre Pforten für die Rübenannahme. Die Werke in Jülich und Euskirchen folgen am heutigen Dienstag. Gleich zu Beginn der „neuen Zeitrechnung" im Zuckerrübenanbau ohne Zuckerquoten und Rübenmindestpreis steht der rheinischen Zuckerwirtschaft eine große Herausforderung ins Haus. Der Anbau wurde gegenüber dem Vorjahr um rund 20 Prozent ausgedehnt.

Außerdem erwartet die rheinischen Anbauer eine gute Rübenernte von rund 80 t/ha, vielleicht bei günstigem Witterungsverlauf sogar etwas darüber hinaus, schätzt der Rheinische Rübenbauer-Verband die Situation ein. Das bedeute eine deutlich größere Menge an Zuckerrüben, die es in den Fabriken zu verarbeiten gilt. Schon jetzt sei davon auszugehen, dass trotz des pünktlichen Beginns die diesjährige Rübenkampagne bis etwa 20. Januar 2018 andauern wird.

Die Freude über die zu erwartenden hohen Erträge geht bei den Anbauern einher mit der Sorge um auskömmliche Rübenpreise. Schließlich gibt es den Mindestpreis für die vertragliche Rübenliefermenge nicht mehr und die Preissignale, die derzeit vom Weltmarkt aus nach Europa gesendet werden, seien „eher ernüchternd". Auf dem europäischen Markt stelle sich die Situation aber noch günstiger dar, so Bernhard Conzen, Vorsitzender des Verbandes. Er geht davon aus, dass die Zuckerrübe auch in 2017/18 eine tragende Säule des Betriebseinkommens aus dem Ackerbau sein wird. (Sz)
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