Die Zuckerrübenkampagne 2010 ist im Rheinland jetzt beendet worden. Besser als zunächst erwartet präsentiert sich die Erntemenge. Die an die drei rheinischen Zuckerfabriken Appeldorn, Euskirchen und Jülich gelieferte Rübenmenge war besser, als es die schwierigen Witterungsbedingungen von der Saat bis zur Ernte vermuten ließen, teilte der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), Bonn, mit. Nach Angaben des RLV wurden durchschnittlich 69,3 t/ha mit einem Zuckergehalt von 16,57 Prozent geborgen. Das ergebe einen Zuckerertrag von 11,5 t/ha. Zwar seien sowohl der Ertrag als auch der Zuckeranteil niedriger ausgefallen als im Jahr zuvor. Allerdings sei 2009 im Gegensatz zu der aktuellen Ernte auch ein außergewöhnlich gutes Erntejahr für Zuckerrüben gewesen. Die diesjährige Ernte ist nach der Rekordernte des vergangenen Jahres die zweitbeste Rübenernte in der Geschichte des rheinischen Zuckerrübenanbaus, betont der RLV.

Der außergewöhnlich strenge Winter konnte den am Feldrand gelagerten Rüben nur wenig anhaben, so der Verband. Die meisten Rüben seien auch in diesem Jahr mit Vlies abgedeckt gewesen. Weil die gefrorenen Rüben zwischenzeitlich nicht auftauten, blieb die Qualität erhalten; die Ware ließ sich gut von den Fabriken verarbeiten. Insgesamt seien mehr als 95 Prozent der Rüben gerodet gewesen, bevor Kälte und Schnee im Rheinland Einzug hielten. (az)
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