Rheinland

Rübenkampagne startet später


Im Unterschied zu den Vorjahren wird die Rübenkampagne im Rheinland in diesem Jahr erst in der letzten Septemberdekade starten. Zwischen dem 21. und 23. September beginnen sowohl die drei rheinischen Zuckerfabriken als auch die Grafschafter Krautfabrik mit der Rübenannahme, berichtet der Rheinische Rübenbauer-Verband. Ursachen für den späteren Kampagnestart seien die im Jahr 2015 wechselhafte und nicht immer wachstumsfördernde Witterung, und eine deutliche Anbaueinschränkung. Die Anbaureduzierung war notwendig, weil im Rekordjahr 2014 sehr viel Rübenzucker auf den Feldern heranwuchs, der nicht vollständig vermarktet werden konnte. Als Reaktion darauf schränkten die rheinischen Rübenanbauer ihre Anbaufläche um über 15 Prozent ein.

Im Hinblick auf das diesjährige Ertragsniveau ist abzusehen, dass die Rübenanbauer im rheinischen Verbandsgebiet zwischen der Mosel im Süden und Münster im Norden sowie Aachen im Westen und Dortmund im Osten zwar wiederum mit guten Rüben- und Zuckererträgen rechnen dürfen. An das Niveau des Vorjahres werde man jedoch nicht heranreichen, so der Verband. Nach den Ergebnissen der aktuellen Proberodungen ist mit einem Durchschnittsertrag von 76 t/ha zu rechnen. Die Zuckergehalte sind nach dem Wiedereinsetzen der Niederschläge in den vergangenen vier Wochen etwas gesunken und liegen nun ebenfalls auf durchschnittlichem Niveau. (SB)
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