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Experten der EU-Mitgliedstaaten rechnen für die Ernte 2001 mit einem stärkeren Rückgang der Getreideerzeugung in der Europäischen Union, als von Wirtschaftskreisen vorausgeschätzt worden war. Die Getreidewirtschaft erwartete auf Grundlage der Winteraussaatflächen eine Ernte von 205 bis 206 Mio. t, teilt das Bundesverbraucherministerium mit. Das wären 7 bis 8 Mio. t weniger als die Ernte 2000 erbrachte, die sich auf rund 213 Mio. t belief. Zu ihrer Einschätzung kamen die Experten des EU-Verwaltungsausschusses Getreide am 5. April. Die Schätzung der Getreidewirtschaft berücksichtigte die rückläufige Getreideanbaufläche. Noch nicht berücksichtigt werden konnte die schlechte Witterung der vergangenen Wochen in vielen Teilen der Gemeinschaft.

Die Experten kamen zu dem Schluss, dass die durch Nässe und Kälte eingetretene Verzögerung bei der Frühjahrsaussaat sowie der schlechtere Stand des Aufwuchses von Wintergetreide allenfalls noch einen Durchschnittsertrag erwarten lasse und infolge dessen mit einem stärkeren Rückgang der Erzeugung zu rechnen sei. Selbst bei einer sofortigen Verbesserung der Witterungsbedingungen dürften die bisherigen Schätzungen wohl noch unterboten werden. (ED)
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