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Der österreichische Gesundheitsminister Herbert Haupt hat die Rücknahme von Maissaatgut der Firma Pioneer angeordnet, wie das Agrarische Informationszentrum (AIZ), Wien, gestern mitteilte. Betroffen sind die Sorten PR 39 D 81 und Monalisa, die geringe Mengen der gentechnisch veränderten Sorte BT 11 enthalten könnten. Dies hätten Untersuchungen des Bundesamtes und Forschungszentrums für Landwirtschaft ergeben. BT 11 sei nach den geltenden Bestimmungen nur für die Weiterverarbeitung in Lebens- und Futtermitteln zugelassen, nicht jedoch für den Anbau. Nach amtlichen Angaben seien von PR 39 D 81 107.000 kg, von Monalisa 3.300 kg verkauft worden.

Die Firma wurde aufgefordert die betroffenen Landwirte umgehend in Kenntnis zu setzen. Bereits ausgebrachte Saat sei umweltschadlos vor der Blüte zu beseitigen, um nicht auszuschließende Auswirkungen des Pollenflugs auf schützenswerte Nichtzielorganismen zu verhindern. Die Frist zur Einreichung einer Beschwerde gegen diesen Bescheid beträgt sechs Wochen. (ED)
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