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Bei Untersuchungen hat das Kieler Umweltministerium Schleswig-Holstein Ende vergangener Woche Maissaatgut gefunden, das mit einem geringen Anteil an gentechnisch verändertem (GV-) Mais-Samen verunreinigt ist. Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich dabei um die Sorten Arsenal aus Chile und Janna aus Kanada. Beide Sorten würden ein Genkonstrukt enthalten, das in Europa keine Genehmigung für ein Inverkehrbringen nach dem Gentechnikgesetz besitzt. Landwirte, die dieses Saatgut erworben haben, werden vom Umwelt- und Landwirtschaftsministerium des Landes gebeten, dies nicht auszusäen, sondern an ihre Saatguthändler zurückzuliefern. Im Handel sei bereits eine Rückrufaktion am Laufen. Ob weitere Partien der Sorten mit gleichem Herkunftsland GV-Mais-Samen enthalten, kann nicht ausgeschlossen werden, hieß es von Seiten des Umweltministeriums.
Inzwischen hat auch Niedersachsen umgehend zusätzliche Kontrollen angekündigt. In einer gemeinsamen Aktion haben Umwelt- und Landwirtschaftsministerium außerdem die zuständigen Überwachungsbehörden angewiesen, eventuell auch in Niedersachsen vorhandenes Mais-Saatgut mit GV-Bestandteilen sicherzustellen, teilt das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. (ED)
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