Rückstellungen belasten Bayer Crop Science

Für Bayer Crop Science, Monheim, verläuft das 3. Quartal 2010 im Pflanzenschutzgeschäft erfreulich. Die Aussichten für das Gesamtjahr sind gedämpft. Den Umsatz im 3. Quartal (Juli bis September 2010) beziffert die Bayer-Tochter auf 1,34 Mrd. €, was gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Plus von knapp 18 Prozent bedeutet. Das operative Ergebnis (Ebit) von Bayer Crop Science rutscht im 3. Quartal mit minus 390 (Vorjahr: minus 59) Mio. € weiter in die Verlustzone. Begründet wird diese Entwicklung mit „erheblichen" Rückstellungen für Rechtsfälle in den USA. Dabei handele es sich im Wesentlichen um ein angestrebtes Vergleichsprogramm im Verfahren wegen gentechnisch veränderter (GV-)Reispflanzen. Der Spartenumsatz Pflanzenschutz stieg von Juli bis September 2010 auf 1,13 Mrd. € und überflügelt das Vorjahresquartal damit um mehr als 16 Prozent. Deutliche Zuwächse bei Fungiziden, Insektiziden und Herbiziden standen hier einem Rückgang bei Saatgutbehandlungsmitteln gegenüber, vor allem in Frankreich und Deutschland.

Für das laufende Quartal plant Bayer Crop Science, den Umsatz auf „währungs- und portfoliobereinigter Basis" gegenüber dem Vorjahr auszubauen. Mit Blick auf das Gesamtjahr 2010 werden in Monheim Umsatzerlöse erwartet, die „leicht" unterhalb der Vorjahreszahlen liegen. Im vergangenen Jahr hatte die Bayer-Tochter einen Umsatz von 6,51 Mrd. € erzielt. (Sz)   
stats