Ruf nach Schweinefleischhilfen wird lauter


Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten fordern Hilfen von der EU für die Schweinehalter. Vor allem Zuschüsse für die private Einlagerung von Schweinefleisch werden gefordert. Die Niederländer machen sich dafür stark, nachdem die dortigen Schweinefleischerzeuger die Regierung in Den Haag unter Druck gesetzt haben. Im EU-Agrarministerrat will Belgien den Punkt am kommenden Montag in Brüssel ansprechen. Frankreich, Österreich, Polen, Slowenien und wahrscheinlichen noch weitere EU-Mitgliedstaaten werden die Forderung nach Hilfen unterstützen. Deutschland und die EU-Kommission haben sich bisher noch nicht klar positioniert.

Aber auf der Grünen Woche in Berlin können sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos auf kurzem Wege vor dem Ministerrat darüber austauschen. Die Kommission argumentierte bisher mit den hohen Futtermittelkosten, gegen die die Einlagerung nicht die richtige Maßnahme sei. Wenn aber durch der Dioxin-Skandal die Nachfrage kurzfristig wegbricht und später wieder steigen sollte, gewinnen Subventionen für die private Einlagerung an Attraktivität. (Mö)       
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