Rukwied erinnert an schwieriges Frühjahr

Gestiegene Kosten relativieren die aktuell hohen Getreidepreise. Der Deutsche Bauernverband (DBV) macht weitere Besonderheiten geltend.

Wegen der weltweit festen Agrarmärkte können deutsche Landwirte nach dem Urteil des DBV zurzeit „ordentliche" Erzeugerpreise erzielen. DBV-Präsident Joachim Rukwied nannte auf der heutigen Erntepressekonferenz in Berlin 210 bis 240 €/t für Brotweizen und 470 bis 500 €/t für Raps.

Allerdings schränkte Rukwied ein, dass umfangreiche Mengen der Ernte 2012 bereits über Vorkontrakte vermarktet worden seien. In diesen Fällen könnten Landwirte nicht immer von den jüngsten Preissteigerungen profitieren. Außerdem relativierte Rukwied die aktuell hohen Preise damit, dass die Kosten für Energie und andere Betriebsmittel ebenfalls gestiegen seien.

Schließlich erinnerte der Bauernverbandspräsident daran, dass im Frühjahr 2012 in vielen Betrieben erhebliche Kosten durch Umbruch des Wintergetreides und anschließende Neuansaat der Sommerkulturen entstanden seien. Zahlreiche Betriebe hätten auch Mindererträge eingefahren. (db)
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