Joachim Rukwied Foto: LBV
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Joachim Rukwied Foto: LBV

Joachim Rukwied ist erwartungsgemäß zum neuen Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV) gewählt worden.

Rukwied wurde während des Bauerntages im bayerischen Fürstenfeldbruck von 570 Delegierten mit 95,4 Prozent der Stimmen gewählt. Er war der einzige Kandidat und übernimmt das Amt von Gerd Sonnleitner, der den Verband seit 1997 führt.

Sonnleitner zieht in seiner Abschiedrede eine Bilanz seiner Arbeit: "Die Bauern stehen in der Mitte der Gesellschaft, wir sind Hoffnungsträger und Zukunftsmodell." Nach dem er alle aktuellen Probleme der Landwirtschaft beleuchtet hat, schloss er mit dem aufrüttelnden Statement: „Seid einig, seid stolz, seid weiterhin Bauern mit Herz und Verstand!“

Der 1961 geborene Rukwied bewirtschaftet im Kreis Heilbronn einen 290-Hektar-Betrieb, war früher für die CDU in der Kommunalpolitik aktiv und ist Vorsitzender des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg. Er ist verheiratet und hat drei Kinder. 

Zu Rukwieds Vizepräsidenten wurden Udo Folgart (88,9 Prozent der Stimmen), Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg, Werner Hilse (83,6 Prozent der Stimmen), Präsident des Landvolks Niedersachsen – Landesbauernverband, und Norbert Schindler (83,3 Prozent der Stimmen), Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd wiedergewählt. Zum Vizepräsidenten gewählt wurde auch noch Werner Schwarz (92 Prozent der Stimmen), Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein. Er löste den ausgeschiedenen Franz-Josef Möllers aus Westfalen-Lippe ab.

Im Interview mit der agrarzeitung (erscheint am Freitag) erläutert Rukwied die Schwerpunkte seiner künftigen Arbeit und bewertet die aktuellen Reformschläge für die EU-Agrarpolitik. (HH/hed)
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