Rumänien leidet unter Trockenheit

Winterweizen und Raps haben in Rumänien einen schwachen Start. Grund ist die lang anhaltende Trockenheit bis Ende November. Sie hat auch den Donautransport lahmgelegt. Die Herbstaussaatfläche in Rumänien ist gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent eingeschränkt worden, berichtet die US-Botschaft in Bukarest. Sie geht zur Ernte 2012 von etwa 1,7 Mio. ha Weizen und 360.000 ha Raps aus. Wegen des schwachen Starts der Herbstsaaten erwarten die Landwirte jetzt schon Ertragseinbußen. Allerdings hatten sie nach den Zahlen des europäischen Handelsverbandes Coceral 2011 mit etwa 7,4 Mio. t Weizen auch ungewöhnlich viel geerntet. Die rumänische Rapsernte war dagegen bereits 2011 mit rund 650.000 t enttäuschend.

Die US-Botschaft erwartet, dass angesichts der schwächeren Ernteerwartung 2012 die Landwirte jetzt ihre Weizenverkäufe drosseln könnten. Allerdings haben sie aus der Ernte 2011 noch nicht allzu viel außer Landes absetzen können. Exporte sind jedoch wichtig für das Land. Der Absatz in Drittländer läuft in dieser Saison schleppend. Die EU-Kommission hat seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2011/12 gerade Exportlizenzen über knapp 380.000 t nach Rumänien vergeben. Bekannt geworden ist im August ein kleinerer Verkauf von 60.000 t Weizen nach Ägypten. Problematischer noch ist das unterentwickelte Geschäft über die Donau in andere EU-Länder. Der Fluss war wegen Niedrigwasser über Monate kaum schiffbar. (db)
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