Rumpf verteidigt Direktzahlungen


Gegen einen Abbau von Direktzahlungen wendet sich Juliane Rumpf, Agrarministerin in Schleswig-Holstein. Sie setzt sich jedoch für eine Aufteilung in Basis- und Zusatzprämie ein. Rumpf begründete vor dem Landtag in Kiel die Subventionen an Landwirte damit, dass diese zunehmend Dienstleistungen für die Gesellschaft erbringen müssten. Dafür fordert Rumpf eine faire Entlohnung. Die Agrarministerin bestätigte gegenüber agrarzeitung.de, dass sie an ihrem Vorschlag festhält, die Direktzahlungen in eine Basis- und Zusatzprämie aufzuteilen. Diese Zweiteilung betreffe die 1. Säule, die 2. Säule bliebe bestehen.

Aus aktuellem Anlass wehrt sich Rumpf dagegen, die angespannte Finanzlage der  öffentlichen Haushalte als Argument zu wählen, um Direktzahlungen zu kürzen. Rumpf, die in diesem Jahr den Vorsitz der Agrarministerkonferenz in Deutschland führt, will eine nationale Diskussion über die Agrarpolitik nach 2013 anstoßen. Mehr staatliche Vorschriften lehnt die Agrarministerin ebenso ab, wie eine einseitige Fokussierung auf den Ökolandbau. Sie wendet sich auch gegen eine Bemessung der finanziellen Unterstützung nach Zahl der Arbeitskräfte, die ein landwirtschaftlicher Betrieb beschäftigt.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen zum Frühjahrstreffen der Agrarminister von Bund und Ländern, das vom 28. bis 30. April in Plön stattfindet. (da)
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