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Erstmals seit einigen Jahren ist in Russland in der ersten Hälfte dieses Jahrers die Produktion von Brot- und Backwaren zurückgegangen, und zwar um fast 5 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2000. Gleichzeitig ist in der Fleisch- und Milchindustrie ein Produktionszuwachs um 7,3 Prozent zu verzeichnen. Die Moskauer Tageszeitung "Vedeosti" sieht darin ein Anzeichen des wachsenden Wohlstandes der Bevölkerung. Das Blatt erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass nach der Wirtschaftskrise 1998 die Broterzeugung im Lande von 8,5 Mio. t sprunghaft auf 9,2 Mio. t jährlich stieg. Unter Berufung auf die amtliche Statistik weist "Vedemosti" darauf hin, dass die Struktur von Ausgaben der russischen Bevölkerung für die Lebensmittel sich bereits seit Ende vergangenen Jahres verändert. So fiel der Anteil von Getreideerzeugnissen daran im 4. Quartal 2000 auf landesweit 16 Prozent im Jahresvergleich um zwei Prozentpunkte niedriger aus. Auch der von Kartoffeln verringerte sich zugleich von 2,1 auf 1,6 Prozent. (pom)
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