Fleischerzeugung

Russen fürchten Schweinezyklus


Von Januar bis April stieg die russische Fleischproduktion gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,5 Prozent auf 792.000 t. Sollte sich das Wachstum fortsetzen, befürchten Experten in Kürze ein Überangebot, berichtet Global Meat. In der Fleischbranche wächst die Angst, vor einem massiven und langfristigen Preisverfall. Eine aktuelle Analyse des Russischen Landwirtschaftsministeriums zeigt, dass die Rindfleischpreise innerhalb eines Jahres um 20,3 Prozent fielen. Bei Schweinefleisch beträgt der Rückgang sogar 30,8 Prozent während er bei Geflügelfleisch mit 15 Prozent etwas moderater ausfällt

Angesichts dieser Entwicklung fordert die Fleischbranche die Subventionspolitik neu auszurichten. Der Bau neuer Anlagen zur Steigerung der Produktion solle nicht mehr gefördert werden. Unterstützt werden sollten dagegen Fabriken, in denen das Fleisch zu höherwertigen Produkten veredelt wird.

Derzeit sind von großen Fleischerzeugern Projekte geplant, mit denen die Produktion von Schweinefleisch in den kommenden fünf Jahren um 1 Mio. t gesteigert werden könnte. In einem etwa gleich großen Umfang könnten kleinere und weniger effiziente Betriebe zur Aufgabe gezwungen werden, fürchten Branchenvertreter. Sie kritisieren, dass durch die Subventionen der Wettbewerb verzerrt wird, denn mit finanzieller Unterstützung des Staates wären auch sie in der Lage die Effizienz ihrer Produktion zu steigern. (SB)
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