Russische Agrarimporte auf Talfahrt

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Russlands Agrarimporte werden 2009 voraussichtlich einen gewaltigen Einbruch erleben, wie Zahlen aus den USA zeigen. Im November 2008 ist der Wert der US-Agrarexporte nach Russland gegenüber dem Vorjahresmonat um 16 Prozent geschrumpft, im Dezember hat er sich sogar halbiert. Drei Gründe nennen die Agrarexperten der US-Botschaft für den Rückgang: die nachgefragten Mengen sinken, die Agrarpreise notierten Ende 2008 deutlich niedriger als 2007, und schließlich hat der Rubel gegenüber dem US-Dollar seit Herbst 2008 kräftig an Wert verloren. Alle drei Faktoren bestehen auch zum Jahresanfang 2009, so dass ein weiterer Rückgang der Importnachfrage Russlands absehbar ist.

Die EU-Agrarexporte stehen unter den gleichen ungünstigen Bedingungen. Betroffen sind vor allem Schweinefleisch und Milchprodukte. Der Rubel hat gegenüber dem Euro ebenfalls verloren, wenn auch nicht in solch hohem Maße wie zum US-Dollar. (db)

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