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Die russische Holdinggesellschaft Agrochimprom, die Ende vergangenen Jahres durch fünf heimische Produzenten von Stickstoffdüngern gebildet worden war, hat jetzt die Aktienmehrheit an einem der größten ukrainischen Betriebe dieser Branche, Riwneasot, erworben. Der Kiewer Presseagentur Agriukraine zufolge deckt der Betrieb etwa 40 Prozent des gesamten Mineraldünger-Bedarfs heimischer Agrarproduzenten.

Laut Moskauer Zeitung "Vedomosti" rangen um das Unternehmen insgesamt 17 Bewerber, darunter auch aus den USA und Israel. Der Gewinner der Ausschreibung, eine in der Ukraine ansässige Tochtergesellschaft der russischen Holding, erwarb fast 54 Prozent von Aktien für 25 Mio. US-$ und verpflichtete sich dabei, innerhalb von fünf Jahren 63 Mio. US-$ in die Modernisierung der Fabrik zu investieren. Darüber hinaus soll sie stabile Lieferungen des für die Ammoniakherstellung erforderlichen Erdgases in den Mengen von 45 Mio. Kubikmeter bis 50 Mio. Kubikmeter monatlich zugesichert haben. Nach Angaben des Blattes produzierte Riwneasot im vergangenen Jahr unter anderem fast 90.000 t Stickstoff- sowie 25.800 t Phosphatdünger und erwirtschaftete einen Gewinn von 5,1 Mio. US-$, während 1999 noch Verluste in Höhe von 3,7 Mio. US-$ hingenommen werden mussten. Dabei waren die Produktionskapazitäten des Betriebes bei weitem nicht ausgelastet. (pom)
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