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Zu Besuch in sachsen-anhaltinischen Landwirtschaftsbetrieben waren jetzt russische Agrarexperten. "Wir sind vor allem Ökonomen und Juristen und erarbeiten ein Projekt zur Umgestaltung und finanziellen Sicherung der russischen Landwirtschaftsunternehmen in der Marktwirtschaft", erläuterte der Gruppenleiter Boris Tkachenko aus Moskau gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung. Hauptziel sei die Schaffung eines Gesetzentwurfes für die russische Regierung, mit dem verhindert werden soll, dass Betriebe bei der Umstrukturierung zu marktwirtschaftlichen Unternehmen bankrott gehen. Finanziert werde das Projekt durch eine englische Beraterfirma, die im Auftrag der EU arbeite.

Während einer Besichtigung der Osterland GmbH Teuchern äußerte Tkachenko, es gebe in Russland sehr große Probleme bei der Umgestaltung, weil die Sowjetmacht viel länger dauerte als die DDR-Zeit. Zudem werde es nie eine großartige Subventionierung der Landwirtschaft geben. Er habe bei seinem Besuch den Eindruck gewonnen, dass viele Leute hierzulande nicht einfach in der Landwirtschaft arbeiteten, sondern sich auch mit Herz und Hirn einbringen. (Bm)
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