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Angesichts der "unkorrekten Organisation" der Fleischimporte mangelt es bei russischen Verarbeitern bereits jetzt an Rohstoff. Laut dem Informationsdienst RosBusinessConsulting hat darauf der Präsident des großen Moskauer Fleischverarbeitungsunternehmens "Tscherkisowskij", Igor Babajew, vor Journalisten in Moskau hingewiesen. Den Anspruch auf den Löwenanteil an Importquoten bei dem von der Regierung festgesetzten Verteilungsmodus "nach dem historischen Prinzip", also proportional den in den Jahren 2000 bis 2002 verzeichneten Einfuhrmengen, hätten die Handelsgesellschaften, von denen mehrere "Ein-Tages-Firmen" gewesen seien. Andererseits erhielten die Produzenten von Fleischerzeugnissen so kleine Jahresquoten zugesprochen, dass diese schon innerhalb eines Monats ausgeschöpft würden, monierte Babajew. Zuvor forderte die hauptsächlich Interessen der verarbeitenden Industrie vertretende Fleischunion Russlands den Staatspräsident Wladimir Putin in einem offenen Brief dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass zumindest bei der Weiterverteilung von vorerst nicht beantragten Importquoten den Fabriken "absolute Priorität" gewährt würde.(pom)
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