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Die diesjährige Getreideernte in Russland dürfte "etwas höher" ausfallen als das bislang prognostizierte Niveau von 65 Mio. t. Dies erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister Russlands, Alexej Gordejew, unter Berufung auf die neuesten Zwischenergebnisse der Entekampagne. Gordejew zufolge benötigt Russland im laufenden Wirtschaftsjahr keine Importe von Brotgetreide. Über die Einfuhrmodalitäten von Futtergetreide, insbesondere solcher Getreidearten, deren Anbau in Russland wegen der klimatischen Verhältnisse nicht oder nur begrenzt möglich ist, werde derzeit mit verschiedenen Ländern, darunter mit den USA, verhandelt. Für den Fall, dass die Ernteerwartungen sich bestätigen, kündigte der Vizeprmier staatliche Ankäufe von rund 5 Mio. t Getreide an, die einen Preisabsturz im Herbst verhindern solten. Die heimische Futterernte 2000 dürfte um 15 bis 20 Prozent höher liegen als im vergangenen Jahr. (pom)
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