Russische Hersteller fordern weitere Importzölle

1

Importzölle für Sämaschinen, Pflüge und Getreideaufbreitungstechnik fordern russische Hersteller. Sie wollen damit die heimische Produktion stützen. Schon zu Jahresbeginn hatte die Regierung in Moskau die Importzölle für Mähdrescher und Feldhäcksler auf 15 Prozent festgesetzt. Den gleichen Zollsatz fordern Vertreter der russischen Agrartechnikbranche jetzt für weitere Geräte für die Landwirtschaft sowie die Getreideaufbereitung, berichtet die Moscow Times. Für die deutsche Landmaschinenindustrie ist Russland ein besonders wichtiger Absatzmarkt. Die deutschen Exporte haben 2008 eine Größenordnung von 715 Mio. € erreicht und stellten damit einen Anteil von fast 13 Prozent aller deutschen Agrartechnikexporte. Für 2009 rechnet der Fachverband Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) laut Agrarzeitung Ernährungsdienst allein wegen der Wirtschaftskrise mit 30 Prozent weniger Ausfuhren nach Russland. Einzelne deutsche Hersteller gehen noch von viel kräftigeren Rückgängen aus. (db)
stats