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Die Russen müssen Nahrungsmittel verbrauchen, die mit gentechnisch veränderten (GV-) Bestandteilen "belastet" sind, obwohl diese im Lande nicht produziert werden. Das behauptete der Vorsitzende des Agrarausschusses im Unterhaus des russischen Parlaments, Wladimir Plotnikow, während einer Anhörung zum Thema "Qualität von Importnahrungsmitteln". Plotnikow zufolge würden im russischen Handel Importnahrungsmittel angeboten, bei deren Herstellung bis zu einem Drittel gentechnisch veränderte Komponenten verwendet worden seien. Generell sei die Qualität von aus dem Ausland bezogenen Lebensmitteln nach seiner Auffassung "unter aller Kritik". Die Anteile von Importnahrungsgütern, die 2000 durch die staatliche Handelsaufsicht ausgemustert oder in eine niedrigere Qualitätsklasse eingestuft worden seien, betrugen bei Fleisch und Fleischerzeugnissen mehr als die Hälfte, bei Käse 30 Prozent, sowie bei Fisch, Fleisch- und Milchkonserven sogar 56 bis 81 Prozent. Deshalb forderte Plotnikow eine Verschärfung der Gesetzgebung mit dem Ziel, den heimischen Markt vor Einfuhren minderwertiger Nahrungsmittel besser zu schützen. (pom)
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