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Die russische Weißzuckererzeugung aus heimischen Zuckerrüben dürfte in dieser Saison mit rund 1,5 Mio. t dem Niveau des Vorjahres entsprechen trotz einer Einschränkung der dortigen Zuckerrüben-Anbauflächen. Dies begründet der nationalen Verband der Zuckerproduzenten mit den höheren Flächenerträgen. Zu erwarten sei eine Zuckerrübenernte in Höhe von rund 15 Mio. t. Dies sei jedoch weniger als die Hälfte der Menge, die zum Ende der 80er Jahre geerntet wurde, so der Verbandsvorsitzende, Jurij Michajlow, während einer internationalen Konferenz zur Entwicklung des russischen Zuckermarktes in Moskau.

Nach den Plänen des Verbandes soll der Ausstoß von Rübenzucker in den kommenden fünf Jahren auf 1,8 bis 2,0 Mio. t erhöht werden. Dafür bedürfe die Branche jedoch einer kräftigen Unterstützung seitens des Staates. Notwendig seien unter anderem zinsverbilligte Kredite sowie Maschinenleasing. Außerdem fordert der Verband die Einführung von Mindestpreisen für Zuckerrüben und Zucker. Michailow zufolge seien derzeit 70 Prozent der vorhandenen Rübenerntemaschinen und Ausrüstungen von Zuckerfabriken verschlissen. Mangels Rohstoff stünden in der vergangenen Saison zwölf von insgesamt 93 russischen Zuckerfabriken still. (pom)
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