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Die russischen Schweinehalter haben 2007 offenbar die Erzeugung nachhaltig ausgedehnt. Die offizielle Agrarstatistik registriert zum Jahreswechsel einen Schweinebestand von 16,2 Millionen Tieren und damit fast 3 Prozent mehr als Ende 2006. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass die Viehzählung im Sommer 2007 schon einmal 17,6 Millionen Schweine ausgewiesen hatte. Die jetzige Einschränkung ist zum einen saisonal bedingt, denn im russischen Winter werden deutlich weniger Schweine gemästet. Zum anderen könnten sich auch die hohen Futtermittelpreise ausgewirkt haben. Schon seit Monaten weisen Marktbeobachter in Russland darauf hin, dass Tierhalter vom Anstieg der Getreidepreise zum Teil noch mehr betroffen sind als die privaten Brotkäufer in Moskau.

Ungeachtet der Entwicklung der Eigenproduktion bleibt Russland mit einem Selbstversorgungsgrad von etwa zwei Drittel ein wichtiger Absatzmarkt für importiertes Schweinefleisch, unter anderem auch aus der EU und speziell aus Deutschland. Das zeigt auch die kürzliche Erhöhung der russischen Importquoten für alle Fleischarten. (En)

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