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Der Überschuss an Getreide am russischen Markt sollte nicht exportiert, sondern eher für den Ausbau der heimischen Erzeugung von tierischen Produkten eingesetzt werden. Diese Meinung vertrat der Ministerpräsident des Landes, Michail Kassjanow, am vergangenen Freitag während einer zentralen Agrarberatung in Wolgograd. Kassjanow wies dabei auf einen in den zurückliegenden Jahren eingefahrenen deutlichen Rückgang der tierischen Produktion hin. Im Gegensatz dazu weise die Getreideerzeugung seit 1999 eine steigende Tendenz auf, was von den Möglichkeiten der gesamten russischen Agrarbranche zeuge. Eigentlich könnte Russland rund 5 Mio. t Getreide aus der Ernte 2001 exportieren, nachdem dieses Produkt im Laufe von 30 Jahren importiert worden sei. Für die Stabilisierung der positiven Prozesse veranschlagte er aber einen Zeitraumn von fünf bis zehn Jahren. Erst dann sei eine vollständige Öffnung des russischen Agrarmarktes denkbar, bis dahin sollte dieser jedoch vor der starken Konkurrenz seitens der ausländischen Anbieter geschützt werden. (pom)
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