Russisches Erdgas für Yara


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Das französische Düngemittelwerk des norwegischen Düngemittelkonzerns Yara, Oslo, in Le Havre wird künftig mit Erdgas aus Russland versorgt. Eine entsprechende Vereinbarung hat Yara mit dem russischen Gasproduzenten Gazprom getroffen. Yara hatte die Produktion in Le Havre seit Juli 2006 eingestellt und will die Anlage Anfang März wieder starten. Jährlich werden hier 400.000 t Ammoniak und 350.000 t Harnstoff hergestellt. Das Werk in Le Havre ist ein Joint Venture mit Grand Paroisse, an dem Yara einen Anteil von 47,85 Prozent hält. „Das Abkommen mit Gazprom über den Einkauf von russischem Gas ermöglicht Yara eine größere Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit“, erklärte Yara-Vorstandsmitglied Hallgeir Storvik.

Yara verbraucht ungefähr 3 Mio. m³ Erdgas in den Werken in Frankreich, den Niederlanden und Italien und ist damit einer der größten industriellen Erdgaskonsumenten in Europa. Das meiste Gas wird zur Herstellung von Ammoniak als Vorprodukt für N-Dünger verwendet. Auch Gazprom erhofft sich mit diesem Großauftrag einen besseren Zugang zum französischen Energiemarkt. Seit Oktober 2006 beliefert der russische Monopolist Kunden in Frankreich. (da)

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