Rußland: Exportzölle für Ölsaaten bleiben weiterhin gültig

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In Rußland bleiben die Mitte Januar 1999 zunächst für die Dauer von sechs Monaten eingeführten Exportzölle für Ölsaaten weiter in Kraft. Gemäß einem entsprechenden Regierungsbeschluß sollen die Zölle in Höhe von 10 Prozent bei Mindestgrenzen von 20 Euro/t für Sojabohnen und Rapssaat sowie von 15 Euro/t für Sonnenblumensaat gelten. Die Einführung der Abgabe war notwendig, um einen übermäßigen Ölsaatenexport zu verhindern. Dieser erreichte 1997 seinen Höhepunkt, als mit 1,05 Mio t Sonnenblumensaat 37,5 Prozent der gesamten russischen Ernte ins Ausland abgesetzt wurde. Gleichzeitig mußte das Land die Importe von Pflanzenöl aufstocken. Mangels Rohstoff waren die Ölmühlen nur zu 48 Prozent ausgelastet. Angesichts der angespannten Situation in diesem Markt hat die Regierung in Moskau Ende vergangenen Jahres auch eine Lizenzpflicht für die Ausfuhr von Ölsaaten eingeführt. (pom)
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