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In Russland sollen die Preise für wichtige Grundnahrungsmittel weiterhin konstant bleiben. Dazu hat das Moskauer Agrarministerium die Verarbeitungsunternehmen und Lebensmittelhandelsketten des Landes verpflichtet. Eine entsprechende Vereinbarung soll nach einer Ankündigung des Ministeriums am morgigen Donnerstag unterschrieben werden. Denn an diesem Tag wäre der seit Oktober 2007 geltende Preisstopp ausgelaufen. Mit der Verlängerung über den 31. Januar hinaus verpflichtet sich die Wirtschaft bis zum 1. Mai 2008 die Preise für Brot, Milch, Pflanzenöl und Eier nicht anzuheben. Ziel ist, die Inflation einzudämmen. Sie hat nach offiziellen Angaben 2007 fast 12 Prozent erreicht. Da die privaten Haushalte in Russland etwa 40 Prozent ihrer Ausgaben für Nahrungsmittel aufwenden, bieten steigende Preise politischen Sprengstoff. Die Medien in Russland interpretieren deswegen den vereinbarten Preisstopp auch im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl Anfang März 2008. (En)
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