Russland auf Fleischimporte angewiesen

Russland hat 2012 mehr Fleisch und Butter importiert. Die Zollstatistiken weisen dagegen einen Rückgang der Zuckereinfuhren aus.


Fleisch, Milchprodukte und Zucker sind in Russland defizitär. Insbesondere für Geflügelfleisch hat die Regierung zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, um die Eigenproduktion zu steigern. Dennoch hat Russland 2012 mit 527.500 t etwa 26 Prozent mehr Geflügelfleisch importiert als im Jahr zuvor, berichtet die Nachrichtenagentur Ria Novosti und beruft sich auf Angaben des russischen Zolldienstes.

Die Importe von Rind- und Schweinefleisch 2012 beziffert der russische Zolldienst auf zusammen 1,4 Mio. t und die Zunahme gegenüber 2011 auf etwa 9 Prozent. Zu diesen reinen Fleischmengen kommen noch Einfuhren von Verarbeitungsprodukten und Konserven. Weiterhin nennt der Zolldienst einen Anstieg der Butterimporte im Jahresvergleich um 50 Prozent auf rund 115.000 t.

Geringer waren dagegen nach zwei Jahren mit vergleichsweise reichlichen russischen Rübenernten die Zuckereinfuhren. Russland hat nach den Zollstatistiken 2012 rund 520.000 t Rohzucker und damit 78 Prozent weniger als 2011 am Weltmarkt gekauft. Gestiegen sind dagegen die Importe von Weißzucker im Jahresvergleich um 13 Prozent. Sie sind jedoch mit knapp 62.000 t weniger bedeutend als die Rohzuckerkäufe. (db)
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