Russland deckt Bedarf an Eiweißträgern vorerst durch Importe

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Eiweiß-Komponenten für Futtermittel dürfen nach Russland innerhalb von neun Monaten zollfrei eingeführt werden. Einen entsprechenden Kabinettsbeschluss hat der Ministerpräsident des Landes, Michail Kassjanow, am vergangenen Mittwoch unterzeichnet, teilte der Regierungspressedienst in Moskau mit. Gemäß dem Papier gilt die Vergünstigung für Importe von Sojabohnen einschließlich Saatgut sowie von Mais und Fischmehl. Der reguläre Einfuhrzoll auf diese Produkte liegt bei 5 Prozent.

Die Maßnahme soll zur Verstärkung der Futterbasis und zur besseren Auslastung von Verarbeitungskapazitäten für Soja beitragen, berichtet die russische Nachrichtenagentur Rosbusinesskonsulting. Nach deren Angaben führte Russland 2002 rund 70.000 t Sojabohnen ein und damit mehr als das Fünffache im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich wurden die Einfuhren von Sojaschrot um 17 Prozent auf 270.000 t gesteigert. Ein 2002 ins Leben gerufenes nationales Branchenprogramm sieht vor, die Importe von Soja mittels Steigerung der heimischen Erzeugung bis 2010 um die Hälfte auf jährlich etwa 450.000 t zu ersetzen sowie mehrere neue Verarbeitungsfabriken zu errichten. (pom)

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