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Russische Behörden begründen das jüngste Importeverbot von Schweinefleisch aus einigen EU-Staaten mit einem erhöhten Gehalt an Antibiotika. Betroffen davon sind Fleischlieferungen aus Deutschland, Dänemark, Belgien, Frankreich, Italien Spanien und Ungarn. Nach Ansicht der Interessengemeinschaft der Schweinehalter in Deutschland (ISN) sei aber weniger der Nachweis von Antibiotika der Hintergrund der Importsperre als viemehr das Bestreben der russischen Regierung, die eigene Fleischerzeugung zu stärken und vor der Konkurrenz aus der EU zu schützen. "Die von Russland geforderte Nulltoleranz ist nämlich in der Praxis kaum einzuhalten". Außerdem will Moskau wohl die EU unter Druck setzen, die Verhandlungen über das Rahmenabkommen zwischen der EU und Russland endlich zum Abschluss zu bringen. (HH)
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