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In Russland könnte schon bald das zur Verfügung stehende Exportkontingent von 12,5 bis 13,0 Mio. t Weizen erreicht sein. Der russische Landwirtschaftsminister Alexej Gordejew kündigte in einem Statement gegenüber ernaehrungsdienst.de schon für Anfang 2008 Exportbeschränkungen für Weizen an: "Ende Januar erhöhen sich die Exportzölle bei Weizen auf 40 Prozent, aber mindestens 105 Euro pro Tonne." Das sei laut Gordejew praktisch ein Ausfuhrstopp. Russland habe zwar 2007 eine der besten Ernten der vergangenen fünf Jahre eingefahren und könne deshalb im laufenden Wirtschaftsjahr 12 bis 13 Mio. t Getreide ausführen. "Davon haben wir aber bereits bis Mitte Dezember des vergangenen Jahres 10,7 Millionen Tonnen exportiert", sagte Gordejew. Zur Ernte 2008 wurden in Russland auf 15,3 Mio. ha Wintergetreide ausgesät. Das seien 2 Mio. ha mehr als im Vorjahr. "Unser Exportpotenzial für 2008 dürfte bis zu 12 Mio. t betragen", führte Gordejew weiter aus. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bezifferte die russische Weizenernte 2007 auf rund 45 Mio. t. Für die neue Ernte 2008 werden 48 Mio. t erwartet. (ED)
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