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In Russland stehen die Chancen für eine gute Wintergetreideernte nicht schlecht. Laut einer Mitteilung des Moskauer Consulting- und Forschungszentrums für Agrarökonomie, Sovecon, werden für den Großteil der wichtigen Anbauregionen verhältnismäßig niedrige Auswinterungsverluste verzeichnet. Besonders im Zentrum und im Süden des europäischen Teils des Landes ist der Zustand der Wintersaaten den Angaben zufolge besser als im Vergleich zum mehrjährigen Durchschnitt. Er entspricht dort dem der ertragreichen Jahre 2001 und 2002.

Bis auf einige Provinzen liegen auch in der Wolga-Region die Auswinterungsschäden nicht unter den Mittelwerten der vergangenen Jahre. Die Experten von Sovecon erwarten trotz einer Einschränkung der Aussaatflächen von Wintergetreide eine Ausweitung der Ernteareale zur Ernte 2004 gegenüber der vergangenen Saison. Nach offiziellen Angaben erzielte Russland wegen ungünstiger Witterungsverhältnisse nur ungefähr 67,2 Mio. t Getreide im Jahr 2003, gegenüber 86,5 Mio. t im Vorjahr. Da die Auswinterung niedriger ausfiel als erwartet, aber auch angesichts des geplanten Ausbaus von Sommergetreideflächen, hat jetzt das russische Landwirtschaftsministerium seine Prognose für die Getreideernte 2004 um 5 auf 75 bis 80 Mio. t aufgestockt. (pom)

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