Die phytosanitären Verhandlungen über Pflanzgutlieferungen nach Russland gehen weiter. Dabei stehen sowohl ein Aufschub wie auch Verschärfungen zur Debatte.

In Gesprächen zwischen dem Chef der russischen Gesundheitsbehörde, Sergej Dankvert, und Ladislav Miko, in der EU-Kommission zuständig für Gesundheit und Verbraucherschutz (DG Sanco), ist ein Aufschub des Importembargos für Pflanzgut um bis zu zwei Monate in Aussicht gestellt worden. In diesem Zeitrahmen könnten die Pflanzkartoffellieferungen für dieses Jahr noch gut erledigt werden, erfuhr die agrarzeitung (az).

Allerdings erinnerte Dankvert auch daran, dass mit den Lieferungen von Speisekartoffeln nach Russland eigentlich ähnliche phytosanitäre Probleme verbunden seien. Sollte sich die EU nicht darum bemühen, den Anforderungen an eine Zertifizierung der befallsfreien Herkunftsregionen sicherzustellen, könnte der Importstopp unverzüglich greifen, unterstrich Dankvert seine Entschlossenheit. (brs)
  
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