Russland für Fleischimporte faktisch dicht

Trotz bestehender Importerlaubnis kommen Fleischexporte aus Deutschland nach Russland zum Erliegen. Derzeit liegen aus Russland keine konkreten Vorgaben für Dioxin-Proben von Fleisch vor. "Faktisch sind die Grenzen zu", sagte ein großer Fleischexporteur gegenüber agrarzeitung.de. Derzeit fehlen aus Russland Vorschriften zur Probeentnahme von Fleisch, welches auf Dioxin untersucht werden muss.

Nach einem kurzzeitigen Importstopp am vergangenen Freitag wurde dieser von Russland am Wochenende wieder aufgehoben. Vorausgegangen waren intensive Verhandlungen zwischen russischen und deutschen Behörden sowie der Fleischwirtschaft am Rande der Grünen Woche in Berlin. Russland hatte dabei die Auflage verhängt, dass alle importierten Fleischmengen aus Deutschland auf Dioxin untersucht werden müssen. Dazu hatten die russischen Behörden den deutschen Exporteuren eine Liste mit anerkannten Laboren zugestellt. Über die Art der Probenziehung wurde bisher von russischer Seite nichts mitgeteilt. Am Dienstagabend erhielten Unternehmen die Information, dass die Grenzen für Importe aus Deutschland damit geschlossen seien. Derzeit werde versucht, die fehlenden Vorschriften zu beschaffen. Der Export lebender Tiere aus Deutschland ist bis auf Weiteres grundsätzlich gestoppt. (jst)
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