Schweinepest

Russland hat die meisten Fälle

Die OIE dokumentiert die Verbreitung von Tierseuchen. Die Karte zeigt ASP-Fälle.
-- , Karte: OIE
Die OIE dokumentiert die Verbreitung von Tierseuchen. Die Karte zeigt ASP-Fälle.

Seit Jahresbeginn listet die Internationale Tiergesundheitsorganisation mehr als 60 Meldungen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) auf. Die meisten stammen aus Russland, gefolgt von Polen, Lettland, Litauen, Weißrussland und der Ukraine. Zahlreiche Funde beziehen sich auf Wildschweine, doch seit Juli häufen sich die Fälle in kommerziellen Schweinehaltungsbetrieben.

In der EU hat es in dieser Woche zwei sehr unterschiedliche Betriebe getroffen. In Polen muss ein Landwirt seinen Bestand von fünf Tieren töten. Umfangreich ist der Ausfall in Litauen, wo die ASP in einem Mastbetrieb mit 18.000 Tieren festgestellt worden ist.

In Russland sind Tötungen von Beständen mit mehreren zehntausend Tieren an der Tagesordnung. Dort konzentrieren sich die Ausbrüche auf den westlichen Teil Russlands. In dieser Woche hat die Tierseuchenorganisation ASP im Oblast Pskow registriert. Der Betrieb mit rund 22.000 Schweinen befindet sich etwa 150 km Luftlinie entfernt von der Grenze zu Lettland. Weitere Fälle finden sich in den Oblasten Kaluga, Tula, Smolensk und Woronesch. In Woronesch mussten kürzlich fast 40.000 Schweine getötet werden. (db)
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