Russland importiert weniger Geflügelfleisch

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Erstmals seit Jahren wird Russland 2009 voraussichtlich weniger als 1 Mio. t Hähnchenfleisch importieren. Deutschland ist das drittwichtigste Lieferland. Die russische Hähnchenfleischerzeugung könnte 2009 in Russland um weitere 8 Prozent auf 1,74 Mio. t anwachsen. Als Folge schrumpft der Importbedarf im Jahresvergleich um etwa 200.000 t auf 980.000 t, schätzt die US-Botschaft in Moskau. Sie führt das Wachstum auf früher gewährte verbilligte Kredite zurück, mit denen die russische Geflügelbranche eine vergleichsweise moderne Ausstattung geschaffen hat. Außerdem helfen die Importbeschränkungen, das Preisniveau im Inland so hoch zu halten, dass es den Mästern einen Produktionsanreiz setzt. Unter den Importländern hielten 2008 nach den Ermittlungen der US-Botschaft die USA mit rund 62 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Brasilien mit 22 Prozent. Deutschland kam danach auf einen Anteil von etwa 7 Prozent und konnte knapp 90.000 t Hähnchenfleisch nach Russland verkaufen. (db)
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