Jüngster Fall ist ein Tierhandel, bei dem die Vogelgrippe nachgewiesen wurde. Der Betrieb in Stolwijk in Südholland hat 6.600 Vögel. Im direkten 1-km-Umkreis wird kein Geflügel gehalten. In der 3-km-Zone ist ein weiterer Betrieb, der noch untersucht wird.

Zuvor war ein Betrieb mit 48.000 Hühnern in der Provinz Gelderland betroffen, in dessen 1-km-Zone drei weitere Betriebe mit insgesamt 244.000 Hühnern lagen. In einem weiteren Betrieb in Gelderland mussten 28.000 Mastenten gekeult werden sowie in dessen Nachbarschaft 40.000 Masthähnchen.

In der Provinz Friesland war ein Betrieb mit 28.500 Legehennen betroffen sowie ein Betrieb mit 63.000 Legehennen. Im engsten Umkreis der beiden Betriebe gab es keine weitere Geflügelhaltung.

Aus Gründen des Seuchenschutzes dürfen seit den Ausbrüchen in Gelderland und Friesland aus diesen Provinzen keine Bruteier mehr nach Russland geliefert werden. Russland ist der wichtigste Abnehmer für Bruteier aus den Niederlanden. Immerhin ist die Exportsperre aus Flevoland, wo Anfang Dezember die ersten niederländischen Fälle aufgetreten sind, mittlerweile wieder aufgehoben. Lediglich Betriebe aus Dronten dürfen noch nichts in den Export geben.

Neben Russland haben auch viele andere Länder ihre Grenzen dichtgemacht für Geflügelprodukte aus den betroffenen Regionen der Niederlande. Unter anderem werden in der niederländischen Presse Saudi-Arabien und die Philippinen als wichtige Abnehmerländer erwähnt. (brs)
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