Russland könnte Überkapazitäten bei Malz errichten

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In Russland werden zurzeit zahlreiche neue Mälzereien gebaut. Möglich ist, dass die russischen Kapazitäten von zurzeit schätzungsweise 850.000 t binnen zwei Jahren auf 1,7 Mio. t verdoppelt werden. Diese Prognose hat Frans von Bijsterveld, Marktexperte bei der Rabobank International, bei einer Brauereikonferenz kürzlich in Prag vorgestellt. Der russische Malzbedarf wird nicht in gleichem Maße wachsen und nach Schätzung von Bijsterveld erst im Jahr 2008 die Marke von 1,7 Mio. t erreichen. Damit könnten in den nächsten Jahren am russischen Malzmarkt Überkapazitäten entstehen. In jedem Fall erwartet Bijsterfeld, dass die Malzimporte Russlands weiter deutlich zurückgehen werden. Bleiben wird nach seiner Ansicht auf Dauer nur ein geringer Importbedarf an sehr hochwertigem Malz, vor allem aus der EU.

Der Rückgang der russischen Malzimporte zeigt sich auch in den Statistiken des Internationalen Getreiderates IGC, London. Er sieht für 2003/04 Importe von rund 700.000 t. Vor zwei Jahren hatte Russland nach den IGC-Statistiken noch mehr als 900.000 t Malz importiert. (db)

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