Russland leert Getreidesilos

In dieser Woche startet in Russland der Verkauf von Getreide aus der Intervention. Die Preise variieren je nach Lagerort. Zum Verkauf stehen ab Mittwoch fast 2 Mio. t Getreide aus den Erntejahren 2005, 2008 und 2009, kündigt das Agrarministerium in Moskau an. Zunächst sollen bevorzugt Silos im Süden, Nordwesten und im Nordkaukasus geräumt werden, weil das Ministerium dort zuletzt einen starken Anstieg der Preise registriert hat. Die Bestände sollen das Angebot an Brot- und Futtergetreide am Binnenmarkt erhöhen. Außerdem erhofft sich das Ministerium eine Entlastung von Lagerkosten.

Die anvisierten Verkaufspreise zeigen eine große Spanne je nach Qualität und Lagerort. Sie reicht von umgerechnet 110 €/t für Roggen bis 190 €/t für Brotweizen, der sich in Bedarfsregionen etwa entlang der Wolga befindet. Insgesamt liegen in Russland noch schätzungsweise 7 Mio. t Getreide in staatlichen Silos. (db)
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