Russland schließt "Handelskrieg" wegen US-Geflügelfleisch aus


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Zwischen Russland und den USA gibt es keinen "Handelskrieg", stellte laut Presseberichten der russische Ministerpräsident Michail Kassjanow im Zusammenhang mit dem zum 10. März verhängten Importstopp für US-Geflügelfleisch klar. Diese Entscheidung, so Kassjanow, habe einen rein technischen Charakter und stehe nicht in Verbindung mit der jetzt vorgenommenen Erhöhung des US-Importzolls für Stahl, von der auch Russland betroffen ist.

Unterdessen bekräftigte das russische Landwirtschaftsministerium seine Forderung nach Antworten auf früher gestellte Fragen hinsichtlich der Sicherheit des US-Geflügelfleischs. Allerdings signalisierte das Ministerium die Bereitschaft, Sonderverhandlungen zu diesem Problem durchzuführen. Das Ressort wies außerdem die Schätzungen heimischer Handelskreise indirekt zurück, zwei Drittel des russischen Marktes für Geflügelfleisch sei Importware. Die Inlandsproduktion sei 2001 um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 1,3 Mio. t gestiegen. Offiziellen Angaben zufolge führte Russland gleichzeitig etwa 1 Mio. t Geflügelfleisch aus den USA und noch 300.000 t aus anderen Ländern ein. (pom)
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